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Arthrose / chronische Osteoarthritis

Arthrose ist eine degenerative Erkrankung der Gelenke, die durch eine Schädigung und durch Abrieb des Gelenkknorpels entsteht. Ausgelöst werden Arthrosen durch erbliche Veranlagung, anatomische Fehlstellungen, falsche Ernährung (zu schnelles Wachstum, Übergewicht). Eine chronische Überbelastung der Gelenke schädigt den Knorpel. Aufbau eines gesunden und kranken Gelenkes: Der vermehrte Druck auf die Knorpelschicht bewirkt eine unzureichende Ernährung und schließlich das Absterben der Knorpelzellen. Hunde mit Arthrose haben zunächst einen leicht veränderten Gang und bewegen sich mit weniger Freude. Später im Verlauf der Erkrankung werden die eingeschränkte Beweglichkeit und die Lahmheiten deutlich sichtbar, der Hund hat Schmerzen. Oft kann ein Muskelschwund (Muskelatrophie) beobachtet werden. Arthrosen entstehen im Allgemeinen eher bei älteren Hunden, kommen aber auch (schon) bei jüngeren, frohwüchsigen Tieren vor. Die am häufigsten betroffenen Gelenke sind: - Hüftgelenke -Ellbogengelenke - Kniegelenke -Wirbelsäule Diagnose Bei der Diagnose von Arthrosen müssen die Rasse, das Gewicht, das Alter sowie die Lokalisation und Anzahl der betroffenen Gelenke berücksichtigt werden. Die Diagnose wird aufgrund der klinischen Befunde sowie mit Hilfe von Röntgenaufnahmen gestellt. Wichtig ist der Ausschluss von Arthritiden (Gelenksentzündungen) die z.B. durch Bakterien verursacht werden können. Dazu dienen entsprechend angefertigte Röntgenbilder oder in gewissen Fällen eine Punktion und Analyse der Gelenksflüssigkeit. (Identität des Unterzeichners unbekannt) Unterschrieben von Johann Walter Lauener Zeit: 2004.11.15 08:54:11 +01'00' Therapie Die „Behandlung“ kann eine Arthrose nicht heilen, sie kann aber das Fortschreiten der Erkrankung verhindern oder wenigstens verlangsamen. Ziel kann es nicht sein zu heilen, sondern die Lebensqualität der Tiere entscheidend zu verbessern. Eine Behandlung kann nur dann erfolgreich sein, wenn zusätzlich zur medizinischen Behandlung auch folgende Massnahmen getroffen werden: -Bewegungsprogramm/Physiotherapie -Übergewicht abbauen - Fütterungsumstellung Medizinische Therapie: Medikamente - Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente (Nichtsteroidale Entzündungshemmer, seltener Kortison) - Ergänzungsfuttermittel, welche Knorpel- und Bindegewebsstrukturen stabilisieren und teilweise regenerieren. Chirurgie (Hüftgelenksprothesen u.a.) Physiotherapie Akupunktur Homöopathie Entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAIDS): -Metacam ® -Zubrin ® -Rimadyl ® -Tolfédine ® -Arthridog ® Die Wirkung ist individuell sehr unterschiedlich. Sowohl die Wahl des Präparates als auch die Dosierung müssen ausprobiert und angepasst werden. Mögliche aber seltene Nebenwirkungen: Magen-Darmprobleme. Kortison wird meistens erst angewendet, wenn die oben aufgeführten Medikamente nicht oder ungenügend wirken. Ergänzungsfuttermittel (Chondroprotektiva): -Canosan® (Boehringer), Extrakt aus Meertieren (Krebse, Weichtiere) -Cosequin ® -Pflanzliche und homöopathische Präparate -Teufelskralle -Osteoheel ® -Zeel ® u.a. Praxis und Labor Laupeneck, 9/2004