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Manchmal wartet man vergebens darauf

Manchmal wartet man vergebens darauf, das die Hündin heiß wird. Sind alle Erkrankungen seitens des Tierarztes ausgeschlossen, kann man ihr mit homöopathischen Mitteln einen kleinen "Ruck" geben, wenn man das homöopathische Mittel Fertillisal spritzen lässt. Damit sie auch sicher aufnimmt, kann man ihr 3 Wochen vor der Hitze eine Gabe Sepia D 30 gegen das Verkleben der Eileiter verabreichen. Die 2te Woche erhält sie eine Gabe Pulsatilla D30 zur Follikelentwicklung. Diese Gabe kombiniert man mit einer Gabe Cimicifuga D30 für den Eisprung. Bitte wenden Sie diese Möglichkeiten nur dann an, wenn die Hündin unnatürlich lange nicht heiß wird und nicht, weil Sie gerade jetzt Babies möchten. Sollte die Hündin einem normalen Zyklus unterliegen, dann ist es egoistische Tierquälerei diesen zu beschleunigen, anstatt der Natur ihren Lauf zu lassen. Die Trächtigkeit und die Geburt kann man wie folgt unterstützen: 1. Bei vorangegangener Fehlgeburt Viburnum opulis D30 (Schneeball) In den ersten 2 Schwangerschaftswochen gegeben, schützt es vor Fehlgeburten. Speziell für Hündinnen, die bereits einen Abort hatte. 2. bei vorangegangener Schwergeburt Caulophyllum D30 (Frauenwurz/Blauer Hahnenfuss) Ähnelt in seiner Wirkung dem in der Neurohypophyse (Hinterlappen der Hirnanhangsdrüse) gebildeten Hormon Oxytocin, das die Wehen auslöst. Caulophyllum wird daher auch "das homöopathische Wehenmittel" genannt. Wirkt auf die schwache glatte Gebärmuttermuskulatur, öffnet den Muttermund und sorgt für einen normalen Schwangerschaftsverlauf. Unterstützt das Ausstoßen einer zurückgehaltenen Plazenta, verhindert Uterusblutungen. 1. während der Trächtigkeit: 1 Gabe alle 2 Wochen, die letzte Dosis am Vortage der Geburt 2. Komplikationen während des Geburtsvorganges: mehrere Gaben halbstündlich 3. zur Wurfvorbereitung Pulsatilla D6 (Küchen-/Kuhschelle) Ab der 7. Trächtigkeitswoche täglich 1 Dosis. Steuert einer Unterfunktion der Eierstöcke entgegen, verhindert eventuelle Fehllage des Fötus und beugt einer Wehenschwäche vor. Pulsatilla hat großen Einfluss auf die Schleimhäute und wirkt daher positiv auf eine zurückgehaltene Plazenta. Mit Pulsatilla sollte die Geburt komplikationsfrei verlaufen und einen Kaiserschnitt unnötig machen. Arnica D30 (Arnika) Das Operations-/Geburtsvor- und Nachbereitungsmittel der 1. Wahl! Fördert die Wundheilung und verhindert Nachblutungen. In der letzten Trächtigkeitswoche 2 Gaben als Geburtsvorbereitung erleichtert die Geburt. Verhindert, dass das Gewebe während der Geburt zerstört wird. Droht ein Frühabort durch einen Unfall oder Stoss, so wird Arnica D2 (Dilution), 10 Tropfen alle 1/2 Stunde, die Gefahr abwenden. 4. bei Geburtsbeginn Liegt kein Geburtshindernis vor, die Welpen erscheinen jedoch in zu langen Abständen, lässt sich die Wehentätigkeit durch 1/2 h Gaben von Cimicifuga rac. D6 (Wanzenkraut) aktivieren. Wirkt hauptsächlich auf die weiblichen Geschlechtsorgane und das Nervensystem, beeinflusst die Gebärmutterkontraktionen während der Geburt. Sollte die Geburt dennoch nicht richtig in Gang kommen: die Hündin hat regelmässige Wehen, sie hat anfangs gepresst und dann langsam aufgehört, es erscheint jedoch noch immer kein Welpe im Geburtskanal, dann liegt eine Wehenschwäche vor: 5. bei Wehenschwäche Zur Förderung der erneuten Wehentätigkeit geben wir in 1/2 bis stündlichem Abstand: Caulophyllum D6 (Frauenwurz), sollte sich nach zwei Gaben nichts tun, gehen sie unbedingt zum Tierarzt !! Ist man sich nicht sicher, ob noch ein Welpe in den Uterushörnern verblieben ist, gibt man in ½-stündlichem Abstand Cimicifuga D6 (Wanzenkraut), jedoch nur insgesamt 5x. Hierdurch wird ein erneutes Pressen der Hündin ausgelöst und eventuell noch nicht geworfene Welpen erscheinen im Geburtskanal. 6. zur Nachsorge 1 Gabe Sepia off. D30 (Tintenfisch, Sepia) nach der Geburt sorgt dafür, dass kein Gebärmuttervorfall entsteht und sich der Uterus schnell wieder strafft. Der Hündin gibt man bis zum Ende des Lochienflusses einige Tage lang 3 x täglich Arnica D6, damit sie sich rascher von den Strapazen der Geburt erholt, und die Geburtswege sich schneller zurückbilden. Dauerte die Geburt äusserst lange, ist die Hündin sehr geschwächt und hat sehr viel Körperflüssigkeit verloren, geben wir China C30 (Chinarindenbaum) 1 x täglich. China hilft bei grosser Schwäche nach starken Flüssigkeitsverlusten (wie Blutungen, Durchfällen etc.), Erschöpfung, Schläfrigkeit. Wärme bessert, Kälte verschlechtert. 7. bei Milchmangel Ist keine Milch in die Zitzen eingeschossen, hilft eine einmalige Dosis von Urtica urens D1 oder D6 (Brennessel), um die Milchproduktion anzuregen. 8. bei Milchüberschuss Hat die Hündin zuviel Milch, die nicht abgesaugt werden kann, was eventuell zu einer Mastitis (=Gesäugeentzündung) führen könnte, verabreicht man ihr Urtica urens C30 alle 6 Stunden (auch nachts!), wirkt drosselnd auf die Milchproduktion beim säugenden Tier. Urtica urens wirkt auf die Haut, Nieren und Brustdrüsen. In tiefen Potenzen (bis zur Urtinktur) fördert es die Milchproduktion und hat diuretische Wirkung (=erhöhte Harnausscheidung), in hohen Potenzen (ab C30) stoppt es den Milchfluss. 9. bei Eklampsie (=Laktationstetanie) Tierarzt unverzüglich aufsuchen! Betroffen sind meist erstgebärende Hündin mit grossen Würfen und viel Milch. Eklampsie kann schon während oder sofort nach der Geburt auftreten, meist jedoch 10 bis 14 Tage oder noch Wochen danach. Auslöser ist ein Anstieg des Kalzium- und Magnesiumspiegels in der Milch. Ursache ist eine Störung des Kalzium- und Magnesiumstoffwechsels verbunden mit einer Unterfunktion der Nebenschilddrüsen, die Parathormon produzieren, welches zusammen mit Kalzitonin und Vitamin D den Kalzium-/Phosphathaushalt des Körpers reguliert. Parathormon wirkt als Gegenspieler des Kalzitonins und fördert die Kalziumaufnahme im Darm und die vermehrte Phosphatausscheidung über die Niere. Es setzt Kalzium und Phosphat aus dem Knochen frei. Durch Unterfunktion der Nebenschilddrüsen kommt es zu einer Verminderung des Kalziumblutspiegels, was wiederum zur Übererregbarkeit des Nervensystems und in der Folge zu Krämpfen (=Tetanie) führt. Erste Anzeichen sind Nervosität, dann Versteifung der Beinmuskulatur bis zu Muskelzittern, schliesslich wird das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen. Nach Injektion einer Kalziumlösung (intravenös/subkutan) klingen die Symptome wieder ab. Zur Vorbeugung gibt man der Hündin am Tage nach der Geburt Calcium phosphoricum D30.