| Symphytum officinale (Beinwell) | Während die Urtinktur des Beinwell nur über beschränkten Zeitraum verabreicht werden sollte, ist er in der D8 bei ähnlicher Indikationsbreite ohne jede Toxizität. Auch als homöopathische Verdünnung wird er eingesetzt, um »Bein wieder well« zu machen, d.h. bei Knochentraumen. Der Schwerpunkt liegt hier auf allem, was am Knochen besonders weh tut, nämlich dem Periost und den durch Knochentraumen gequetschten Nerven. |
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| Acidum silicicum (Silicea) | Es ist sicher nicht überraschend, daß innerhalb dieser Präparateauswahl Silicea sieben Mal erscheint. Schließlich ist es in der niedrigen D-Potenz eines der klassischen Konstitutionsmittel der Homöopathie für dystrophische, rachitische, exsudative und skrufulöse Menschen mit Neigung zu chronischen Eiterungen und Fisteln. Übersetzt in menschliches Selbstempfinden sind dies allesamt Situationen mangelnden Wertgefühls. Silicea dagegen regt die Kollagenbildung an, steigert dadurch die Widerstandsfähigkeit und mechanische Stabilität der Gewebe, insbesondere der Bindegewebe (Knorpel und Sehnen) der harten Knochenmasse und – besonders bedeutsam gegen Osteoporose – die Qualität der kollagenen Matrix, die von den Osteoblasten in die Lakunen eingewebt werden. Es wirkt besonders schön gegen frühzeitige Alterserscheinungen, verminderte Nahrungsassimilation (Meteorismus, subakute gastro-intestinale Reizzustände) und reduzierte Ausscheidung (z.B. Gicht und Neigung zu chronischen Eiterungen sowie Lymphatismus). So stabil, lebenstüchtig und aufrecht (Wirbelsäule!) möchte doch jeder Mensch sein. |
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| Calcium phosphoricum | Dieses klassische homöopathische Konstitutionsmittel für neurasthenische, lymphatisch-rachitische Menschen mit später Zahnentwicklung und Neigung zu Zahn- und Knochenkaries wurde bereits weiter oben ausführlich behandelt. Allerdings hat es im Kontext von Sponwiga eine stärkere Betonung auf die Alters- und Erschöpfungsaspekte der schwächlichen Konstitution, d.h. es schließt das Erworbene mit ein. |
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| Ilex aquifolium (Stechpalme) | Die Urtinktur der Stechpalme gehört zu den klassischen Entgiftungsmitteln. In diesem Sinne ist es nicht nur ein kräftiges Diuretikum sondern regt ebenfalls die Leber zu vermehrter Entgiftung an. Darin kommt besonders der auf degenerative Beschwerden ausgerichtete Ansatz des Präparates zum Ausdruck, d.h. die Entschlackung. Somit ist es direkt unterstützend beim Abbau von Hartspann und Myogelosen, von allgemein stockenden Gewebssituationen und Stoffwechselblockaden. |
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| Berberis vulgaris | Die Berberitze wird ebenfalls als ausleitendes Mittel eingesetzt, bezieht sich jedoch stärker auf die harnsaure Diathese mit Muskel- und Gelenkrheumatismus. |
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| Ledum palustre | In seinem Arzneimittelbild entspricht der Sumpfporst seinem Namen wie auch seiner Artenzugehörigkeit und seinem Vorkommen. Die Vorstellung entsteht von feucht-klammer Kälte, die einem in den Knochen sitzt und jede Bewegung einfrieren läßt. Je länger man aber in dieser Kälte verharrt, desto schlimmer werden die Beschwerden. Wird es andererseits in einer solch sumpfigen Umgebung warm, verschlimmert sich die Trägheit, Insekten fallen über einen her . . . |
| Ledum ist demnach ein langsameres Mittel, ebenfalls mit Bezug zur harnsauren Diathese, diesmal mit Betonung auf die rheumatische Gelenkentzündung ohne Fieber. Charakteristisch ist hier der Begriff der Temperatur, die Differenzierung zwischen stockender Kälte und belebender Kälte einerseits und andererseits der Verschlimmerung von Schmerzen durch Wärme. |
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| Apis mellifica | Wenn die Honigbiene sticht, geht es eindeutig akuter zu: stechender Schmerz, Entzündungen, Ödeme, und sogar Fieber können dabei auftreten. Zur Heilung der Osteoporose trägt Apis also nicht unmittelbar bei, durchaus aber zur Linderung der Folge- und Nebenerscheinungen. Sein Bezug zum Zentralnervensystem und zum Gefühl der Zerschlagenheit und der inneren Trockenheit (Gelenke) kommt im Zusammenhang des Bewegungsapparates mit ins Spiel. Als homöopathisches Multitalent kann es darüber hinaus auch eine anregende und entstockende Wirkung haben. |
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| Citrullus colocynthis | Colocynthis besitzt sowohl einen engen Bezug zu den peripheren Nerven (bes. Ischias und Gesichtsnerven) als auch zur glatten Muskulatur (Verdauungsorgane und Ovarien). Daraus ergeben sich Erscheinungsbilder wie das heftig einschießender Schmerzen mit einem Gefühl des Eingepreßtseins »wie in einen Schraubstock«. Diese Symptomenbreite deckt viele Resorptions- und Regelbeschwerden ab, sowie die Nervenschmerzen, wie sie aus Verspannungen, Fehlhaltungen und frischen Wirbelfrakturen herrühren. |
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| Carica papaya | Selten findet man enzymorientierte pflanzliche homöopathische Mittel. Die Papaya in Sponwiga bringt viele Wirkungsaspekte eines klassischen Enzympräparates und ist vielleicht gerade deshalb hilfreich bei Schleimhautreizungen, speziell im Urogenitalbereich (Dysmenorrhoe und damit verbundene Abwehrschwäche des Mileus). Es bewirkt eine starke Diurese und erleichtert dadurch den Abbau der aufgelösten ödematösen Prozesse. |